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Echt, direkt, von der Oberfläche in die Tiefe bis sich Harmonie und eine neue Balance wieder einstellt.

Was es dafür braucht? Ein bisschen Mut und Neugier. Lust auf mehr Wohlgefühl und Lebensfreude.

Was mich immer wieder aufs Neue fasziniert und erstaunt, ist , dass Narben auch nach Jahrzehnten – 30, 40 Jahren – immer noch veränderbar sind. Sich sofort verändern, sobald Input ins Gewebe kommt. Reagiert auf Druck, Zug, Spannungsunterschiede, Impulse, die es dazu bewegen sich zu verändern. Impulse, die dazu führen, dass Umbauprozesse in Gang gesetzt werden. Leben in scheinbar erstarrte Strukturen kommt. Starre durch Flexibilität ersetzt wird. Feste Stränge aufgelöst werden, um Mobilität Raum zu geben. Beweglichkeit, die Wohlgefühl auslöst im Körper.
Der Körper, ständig in Veränderung, ständig in Anpassung an das, was die Lebensgeschichte so bringt. Seien es Operationen, Stürze, Unfälle, Traumata, Stresssituationen, Umbrüche, gute und schlechte Beziehungen im Leben…all das hinterlässt Spuren im Körper. Unbemerkt im Körper und im Gewebe gespeichert. Quasi gut eingepackt und versorgt, dass man nicht mehr weiter drüber nachdenken muss. Doch was passiert, wenn das Mass voll ist? Wenn auf allen Ebenen zuviel verlangt wird und die Lebensgeschichte scheinbar nicht mehr „in den Körper“ passt? Oft sind Schmerzen und Unwohlsein das. Mittel der Wahl des Körpers bzw. Der Seele, um darauf aufmerksam zu machen, dass der Hut brennt. Das hingeschaut werden muss. Das bewegt werden muss, auf welcher Ebene auch immer. Dass Mobilität fehlt und dringend gebraucht wird. Flexibilität auf körperlicher und geistiger Ebene wieder gesteigert werden soll.
Genial, wie der Körper es macht. Er weist darauf hin, dass was nicht passt, um dann diejenigen, die die Bereitschaft haben, sich tatsächlich mit sich selbst auseinandersetzen zu wollen, mit einem Zuwachs an Lebensfreude und beweglichem Wohlgefühl im Körper zu belohnen.
Und was noch besser ist – egal wie „alt“ die Beschwerden sind, der Körper wird immer dabei sein, das Bestmöglichste herauszuholen und die bestmöglichsten Veränderungen in die Wege zu leiten.
Was heisst das nun auf Narben bezogen? Narben entstehen im Zuge der normalen Wundheilungsprozesse. Wundheilungsprozesse, die darauf angelegt sind, schnellstens den Urzustand wiederherzustellen oder zumindest annähernd so gut wie es geht. Durch Schwellung, Schmerzen und die dabei entstehenden Entzündungrozesse kommt es zu einer „Ruhigstellung“ des betroffenen Bereiches. Da das Gewebe von Bewegung lebt und der Körper ständig optimiert, heilt er und verklebt gleichzeitig die Gewebeschichten, die offenbar nicht für die Bewegung verwendet werden. Im Bereich des Bauchraumes geht das unglaublich schnell. Eine gute Woche braucht der Körper, um den Wundraum innen drinnen wieder zu schließen und durchzuheilen. Blöd nur, dass man sich in diesem Zeitraum meistens wenig bewegt, weil alles einfach noch zu empfindlich ist. Dadurch bleiben Verklebungen zwischen Gewebeschichten zurück, die sich normalerweise frei zueinander bewegen. Quasi Knoten, die die Spannung konzentrieren. Knoten, die der Körper einbauen muss, kompensieren muss, da alle anderen Abläufe ja so wie immer ablaufen sollen und am besten so, dass der Mensch es nicht bemerkt. So ein Störfeld der Narbe fühlt sich meistens eng an, wenn man hinfühlt. Aber ohne konkretes Hinfühlen fällt es in den meisten Fällen nicht mal auf, dass es dort eng ist, da es ja wunderbar verknotet und engmaschig verklebt ist. Was oft beginnt Schmerzen zu bereiten, sind die Strukturen, die diese entstandene Spannung ausgleichen müssen. Im Falle des Bauchraumes oft der Rücken, oder die Schultern oder der Kopf. Aber es können auch Bauchprobleme entstehen – Unverträglichkeiten, Blähungen, Unwohlsein des Bauches, Verdauungsprobleme.
Und was das unglaubliche ist, egal wie alt solche Narben sind, sie lassen sich annähernd gleich schnell verändern. Jeder Input, jeder Impuls löst augenblickliche Veränderungsprozesse in der Narbe, in den Verklebungen. Feste Stränge werden durch flexiblere, durch feinere ersetzt. Innerhalb kürzester Zeit. Unglaublich!
Manche Verbindungen lassen sich aufreißen und der Körper stellt stattdessen wieder Gleitschichten her. Ja, es tut teilweise wirklich weh, so richtig weh. Und wenn man in diesem Bereich auch ein Trauma abgespeichert hat, dann kann es sein, dass man auch mal weint. Aber meistens nur einmal, dann hat der Körper die Emotion aus dem Gewebe gelöst und durch Mobilität und Freiheit ersetzt. Eine Freiheit, die man oft längst vergessen hat, weil man sich mit der Situation abgefunden und zufrieden gegeben hat. „Es ist halt so. Man hat halt Rückenschmerzen. Das kommt vom vielen Heben meines Kindes. Ich hab zuwenig Muskeln…“
Das Geschenk nach den Behandlungen ist Erleichterung, Beweglichkeit und Geschmeidigkeit in Strukturen, die vorher kaum beweglich waren. Tatsächlich merkt man die Erleichterung auch daran, dass Energien und Kraftreserven, die sonst für die Kompensation solcher Spannungsknoten zuständig war, endlich wieder dem Leben gewidmet und verwendet werden kann. Dass sich erstaunlicherweise Spannung auch aus Körperbereichen löst – aus den Schultern z.B. – mit denen man schon lange herumkämpft und wo auch die wöchentlichen Massagen nur wenig oder nur kurzfristige Erreichterung bringen.
Echt erstaunlich! Und meistens auch richtig schnell. Vor allem bei Narben, die noch nicht ganz alt sind. Weil da noch nicht so viele Kompensationsmechanismen greifen, die der Körper genialerweise entwickelt, damit wir gar nicht merken, wo eigentlich überall Spannung sitzt.
Mehr als einen Versuch wert.